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Sicher für Umwelt und Verbraucher

Für Dichtungen von Schraub- und Nockendeckeldosen tritt am 1. Mai 2009 eine neue EU-Verordnung in Kraft, die besonders Dosenimporte aus Fernost zum Risikogeschäft macht. Die Compound-Dichtung der schwäbischen Verpackungsexperten von Müller & Bauer erfüllt schon jetzt die strengen neuen Vorgaben für alle Füllgüter – ohne Weichmacher, die schon bald verboten sein werden..

Der Skandal um das Kinderspielzeug der Firma Matell hat eindrucksvoll bewiesen, welche Unwägbarkeiten der Import von sensiblen Gütern aus China birgt. Während problematische Arbeitsbedingungen und mangelnder Umweltschutz in China nur schwer messbar negativ auf das Image der Marken in Europa wirken, stellt die mangelnde Qualität der Produkte selbst ein kaum zu kalkulierendes Risiko dar. Der weltgrößte Spielzeughersteller Mattel musste im September 2007 Hunderttausende seiner Artikel wegen möglicher gesundheitlicher Gefahren zurückrufen. Freiwillige Untersuchungen hatten ergeben, dass Farben an elf in China gefertigten Spielzeugen der Marken Barbie und Fisher einen möglicherweise erhöhten Bleigehalt aufweisen. Kaum auszudenken, wie groß der Schaden gewesen wäre, wenn Matell die Mängel nicht selbst aufgedeckt hätte.

Vorgaben zum Verbraucherschutz bei Importen aus Fernost sind aufgrund der dort oft wenig transparenten Produktionsprozesse nur schwer zu überprüfen. Während in der Europäischen Union strenge Vorgaben bezüglich des Qualitätsmanagements eingehalten werden müssen, ist eine zuverlässige Qualitätssicherung in Fernost kaum möglich. Der Import von Gütern birgt in sensiblen Bereichen deshalb immer die Gefahr, dass auch ein vermeintlich sicheres Produkt tatsächlich nicht den Ansprüchen an den Verbraucherschutz erfüllt und so in Verruf gerät. Noch größerer Schaden droht auf dem Markt besonders dann, wenn Gesundheitsrisiken festgestellt werden. Dies gilt auch für Metallerverpackungen von Nahrungsmitteln. Eigentlich hochwertige Produkte werden durch mangelhafte Verpackung wertlos und geraten in Verruf. Marken nehmen dauerhaften Schaden.

Neuartige Probleme haben sich bei der Verpackung von Nahrungsmitteln in Schraub- und Nockendeckeldosen mit Gummidichtung ergeben. Insbesondere bei der Verpackung von ölhaltigen Lebensmitteln konnte nachgewiesen werden, dass Inhaltsstoffe von Dichtungen auf den Inhalt übergreifen und die Gesundheit des Verbrauchers gefährden. Aufgrund dieser Erkenntnisse zur Reaktion von Verpackungsmaterialien mit Füllgütern treten zum 01. Mai 2008 neue Richtlinien der Europäischen Union in Kraft, die ein Übergreifen von schädlichen Verpackungsmaterialien auf Nahrungsmittel verhindern sollen, indem Deckeldichtungen festgelegte spezifische Migrationswerte (SML) einhalten müssen (Verordnung EU Nr. 597/2008).

Initiativen von Interessensvereinigungen wie zum Beispiel der EMPAC (European Metal Packaging) versuchen, im Vorfeld der Umsetzung der Richtlinien in nationale Gesetze Änderungen zu erwirken. Da dies nicht sicher ist, müssen Hersteller von Nahrungsmitteln, die zuverlässig langfristig planen wollen, bereits jetzt auf der Verordnung entsprechenden Dichtungen umstellen. Ansonsten drohen empfindliche Verluste: Bereits verpackte Nahrungsmittel müssen eventuell vom Markt genommen werden, das Image der Marke beim Verbraucher könnte Schaden nehmen.

Dass eine Verpackung gemäß der neuen Richtlinien schon heute keine Probleme bereitet, beweist das traditionell auf Innovation setzende schwäbische Unternehmen Müller & Bauer. Das Unternehmen mit über 100jähriger Tradition hat als bislang einziger Hersteller in Deutschland auch für die zunehmend sensible Kosmetikindustrie eine Lösung gefunden: die Compound Dichtung, die sämtliche Testläufe bereits im vergangenen Jahr bestanden hat. Dabei reagierte Müller & Bauer gar nicht nur auf die neuen Richtlinien: „Auch bei der Verpackung chemisch-technischer Füllgüter gibt es immer wieder Probleme bei der Dichtheit, wenn PVC als Dichtungsmasse verwendet wird“, erklärt Geschäftsführer Richard Hönes. „Auch deshalb haben wir intensiv nach einer Alternative gesucht.“ Hauptargument für die Weiterentwicklung sei aber natürlich, dass man Kunden aus Nahrungsmittel- und Kosmetikindustrie dabei helfen wolle, ihre Produkte aus der Diskussion um gesundheitsschädliche Verpackungen herauszuhalten. Denn allein der Verdacht, dass eine Creme oder eine Speise schädliche Bestandteile enthalten könne, gefährde heute den Erfolg ganzer Produktlinien. „Ob die Richtlinien sinnvoll sind oder nicht, können wir nicht beurteilen. Unsere Aufgabe ist es, unseren Kunden Alternativen anzubieten, um auf dem Markt erfolgreich zu sein“, bemerkt der Geschäftsführer zur Frage, wie er die neuen Richtlinien einschätze.

Bei der Compound Dichtung von Müller & Bauer handelt es sich um eine Dichtung, die aus einer chemischen Reaktion heraus entsteht. Während sich das fertige PVC-Harz in einer normalen Dichtung lediglich im so genannten Weichmacher löst und ansonsten unverändert bleibt, entsteht hier aus kleinen, einzelnen Bausteinen ein neuer, gummiartiger Körper. Bei der Herstellung durchläuft die flüssige, honigartige Dichtungsmasse eine wasserdünne Phase, bevor sie schlagartig verhärtet. Dadurch entsteht eine sehr gleichmäßig ausgebildete Dichtung im Deckel, deren Beständigkeit der des PVC überlegen ist. Bei der Verpackung chemisch-technischer Güter bleiben auch benzinhaltige Füllgüter so garantiert dicht verschlossen. Lebensmittel sind vollkommen sicher vor dem Übergreifen gesundheitsschädlicher Dichtungsmaterialien.

Schon heute garantieren Dosendeckel mit Compound-Dichtung von Müller & Bauer die schadstofffreie Aufbewahrung von Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Honig und Marmelade. Und auch außerhalb des Nahrungsmittelsektors überzeugt die Dichtung durch Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit: Die Beiersdorf AG verwendet Schraubdeckel von Müller & Bauer zum Verschluss von Behältnissen für Haarwachs und Haargel. Die Firma Collonil minimiert durch die Verwendung der besonders sicheren Dichtungen das Risiko, dass Schuhcreme-Produkte durch Verdunstung verhärten.

Müller & Bauer verfügt so bereits über weitreichende Erfahrungen beim Einsatz PVC-freier Dichtungen. Ein Qualitätsmanagement nach ISO 9001 garantiert, dass diese zuverlässig die Vorgaben von Seiten des Gesetzgebers erfüllen. Die firmeninterne Werkzeugproduktion und Entwicklungsabteilung ermöglichen es M&B darüber hinaus auch auf individuelle Kundenwünsche schnell zu reagieren. „Entwicklungen gilt es zu erkennen und mit Innovationen zu reagieren“, so der Verkaufsleiter Markus Hencken. „Dies ersetzt keine Interessensvertretung beim Gesetzgeber, sie macht uns und unsere Kunden jedoch von dessen Entscheidungen ein Stück unabhängig.“
 


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